Stadtwelten

Sydney

Diese Motive entstanden im März 2019 auf meiner Reise in die Vergangenheit, nach meinem ersten Besuch Sydneys im Jahr 2002. Dieses Mal hatte ich mehr Gelegenheit, in die Stadt einzutauchen, ein Gespür für die Stadt zu entwickeln, die Stimmung einzufangen, die Sydney so besonders macht für mich. Diese scheinbare Leichtigkeit des Lebens am und auf dem Wasser, die tropische Vegetation, die verzierte Architektur der viktorianischen Zeit, die sich zunehmend gegen den modernen schnörkellosen Hochhauswahn zur Wehr setzen muß. Wenn man hinter die Kulissen schaut, sieht man dagegen auch, wie schwer es ist, in dieser Stadt zu existieren, aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten. Und doch herrscht augenscheinlich diese Leichtigkeit des Seins, die hohe Lebensqualität und doch auch Sehnsucht nach mehr Nähe zum Rest der Welt, der kulturellen Vielfalt auf vergleichsweise kleinem Terrain in Europa zum Beispiel. 

Transportwelten

Diese Motive entstanden im Frühjahr 2019 zur Vorbereitung der Ausstellung zum Thema "Abwesend" in der Metro von Sydney, Australien.

 

Menschenleere Bahnhöfe, menschenleere Bahnen. Ein ungewohntes Bild in unserer bewegten Zeit. Menschen sind immer unterwegs, irgendwo zwischen den Welten, auf dem Weg zur Arbeit, nach Hause, zur Schule, zu Freizeitaktivitäten, in den Urlaub. Körperlich und mental. Die Seele kommt kaum nach. Wenn er an einem Ort ist, ist er es an einem anderen nicht. Insbesondere in den Städten sind die Transportmittel und -wege oft überfüllt. Diese Orte dann in Stille zu erleben regt zum Nachdenken an.

Strandwelten

Diese Motive entstanden im Frühjahr 2019 in Vorbereitung der Ausstellung zum Thema "Ego" am legendären Bondi Beach in Sydney, Australien.

 

Das verlorene Ego - Ein australisches Strandbild

 

Der Strand ist für alle da. Die Mehrheit der Australier lebt, arbeitet und amüsiert sich an der Küste. Der Strand macht alle gleich - nackt. Die soziale und politische Herkunft und Stellung spielen keine Rolle. Dem Australier ist es dort egal, neben wem er surft, schwimmt, sonnt und mit wem er Kontakte knüpft. Das Gemeinschafts- und Gleichheitsgefühl ist sehr ausgeprägt. Das Ego verliert sich.

 

Das sportliche Ego - Die Schwimmer

 

Der sportliche Wettbewerb legt das Ego frei. Es will sich beweisen. Jeden Sportler treibt sein Ego an, besser zu sein als zuvor und besser zu sein als der Andere. Jeder will der Erste sein. Nur der Sieg zählt.

 

Das gestylte Ego - Eine Poollandschaft

 

In einer künstlich geschaffenen Welt, abseits der Gefahren der urgewaltigen See, tritt die Natürlichkeit in den Hintergrund. Das Ego paßt sich den neuen Spielregeln an. Es stylt sich durch, stellt sich zur Schau. Es verstellt sich, um dieser Gesellschaft anzugehören. "Körperkult" und "Kleider machen Leute" spielen eine große Rolle. Das Ego ist bereit sogar dafür zu bezahlen.   

Copyright © 2019 Steffen Schmoll

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