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Bushland walk

Nach dem Umzug von North Bondi im Osten nach North Balgowlah im Hinterland der Northern Beaches haben wir die Gelegenheit genutzt, das Bushland im Manly Warringah Reserve zu durchstreifen, um einen kleinen Einblick zu bekommen, wie sich das Leben außerhalb der Stadt anfühlen könnte. Keine Sorge, wir waren weit genug weg von den aktuellen Feuern und immer nah am Wasser des Manly Creek bzw. des Manly Reservoir. Aber wir sahen auch hier auf dem gesamten Trail immer wieder vom Feuer angegriffene Büsche und Bäume, die allerdings aus vergangener Zeit stammten. Die Trockenheit war trotz der Nähe zum Wasser bis auf ein paar Ausnahmen überall spürbar. Hörbar waren die wohl unzähligen Zikaden, die immer wieder ein ohrenbetäubendes Konzert zum Besten gaben. Was ein Klang. Tinnitus läßt grüßen. Nachwirkungen gab es aber keine. Weiteres Geschrei machten die schrägen Vögel Australiens und die Zugezogenen. Hört sich wirklich anders an als bei uns in Europa.  Desweiteren sind uns an den Wasserstellen immer wieder Reptilien unterschiedlicher Größe begegnet, die teilweise fast zutraulich erschienen und wenn man still hielt, auf Tuchfühlung herankamen. Wallabys haben wir leider nicht getroffen, obwohl sie lt. unserer Gastgeberin dort unterwegs sein sollen. Wir waren wohl zur falschen Zeit am falschen Ort. Bemerkenswert finde ich die Düfte, die die Vegetation verströmt. Die sind meist so lieblich und betörend. Da sind unsere deutschen Wälder doch sehr herb und grob dagegen. Nach gut 5 Stunden bergauf bergab rund um den gestauten Manly Creek waren wir froh, den direkten Heimweg über den Manly Damm nehmen zu können. Ein paar Minuten später wäre die allabendliche Schließung gewesen. Wer weiß, wieviel Meter und damit schwerere Beine uns das sonst eingebracht hätte. Diesmal waren wir also zur richtigen Zeit am richtigen Ort und froh zu Hause unsere Energiespeicher wieder auffüllen und die Beine hochlegen zu können.

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